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FRAGEN UND ANTWORTEN
WO MUSS ICH MESSEN?
- Legen Sie Ihre Hände seitlich auf die Hüften und bewegen Sie Ihre Beine.
- Sie werden spüren, wie sich der oberste, „Trochanter“ genannte Teil Ihrer Oberschenkelknochen unter den Händen bewegt.
- Ertasten Sie die genaue Position der Trochanter sanft mit Ihren Fingern.
- Im vorderen Beckenbereich ist auf beiden Seiten direkt unter der Taille der „Darmbeinstachel“ oder „Spina iliaca anterior superior“ (SIAS) genannte Knochen zu spüren.
- Nehmen Sie die Messung ungefähr 5 cm über den Trochantern und direkt unter den SIAS vor.
WIE WIRD DER GÜRTEL GETRAGEN?
- Legen Sie den Gürtel so an, dass er direkt über den seitlich aus dem Hüftbereich hervorstehenden Knochen (Trochanter) und unter den SIAS an der vorderen Beckenseite sitzt.
- Schließen Sie den Gürtel fest sitzend um die Hüfte.
- Ziehen Sie danach die beiden elastischen Bänder von hinten nach vorne und befestigen Sie sie. Legen Sie den Gürtel grundsätzlich auf diese Weise an, um den optimalen Halt zu gewährleisten.
WHAT IS THE DIFFERENCE BETWEEN ORIGINAL & NEW BELT?
Der neue Serola Iliosakralgürtel hat die gleichen Grundfunktionen, verbessert wurden die Bereiche Komfort und Griffigkeit. Die erste Schicht besteht nicht mehr aus Baumwolle sondern aus offenzelligem Urethanschaum.
Beim Zurückziehen der Baumwollschicht durch die Gummibänder können in der Baumwollschicht Falten entstehen, falls diese nicht eng genug anliegt.
In Schmerzzeiten sollte der Serola Iliosakralgürtel Tag und Nacht so häufig wie möglich getragen werden. Sollte während des Tragens des Gürtels eine Reizung auftreten, den Gürtel nicht weiter tragen und einen mit der Wirbelsäule vertrauten Arzt aufsuchen.
Für maximale Sicherheit, Stütze und um Schmerzen vorzubeugen sollte der Serola Iliosakralgürtel immer getragen werden, wenn Sie Tätigkeiten ausüben, die Bücken, Heben oder Drehbewegungen beinhalten. Von Hand mit kaltem Wasser waschen.
ANBRINGEN DES GÜRTELS
Die Positionierung und das Anbringen des Iliosakralgürtels wurden in mehreren, voneinander unabhängigen Versuchen geprüft. Jede Gruppe testete dabei die obere Position (auf oder direkt unter der Spina iliaca anterior superior [SIAS] und über den Trochantern) und die untere Position (direkt auf den Trochantern). Die Trochanter sind der obere Teil der Oberschenkelknochen, die an den Hüften seitlich hervorstehen.
Bei Bevorzugung der oberen Position:
Snijders [1] hat ein biomechanisches Modell des Iliosakralgelenks entwickelt und herausgefunden, dass „der Gürtel unmittelbar kranial zum Trochanter major und kaudal zu den Iliosakralgelenkenpositioniert werden muss. Dies ist entscheidend, da eine noch höhere Position (höher als die obere Position) nutzlos oder sogar kontraproduktiv sein könnte. Die Position kaudal zu den Iliosakralgelenken hat den zusätzlichen Vorteil, dass sie der Nutation durch Druck auf die kaudal-dorsale Seite des Kreuzbeins entgegenwirken kann."
Vleeming fand diesbezüglich, dass [2] „durch das Tragen des Gürtels unmittelbar über dem Trochanter major die Selbststützung des Beckens erreicht wird."
Damen et al. [3] untersuchten gesunde Probanden unter Verwendung von Doppler-Bildgebung der Schwingungen, was eine reproduzierbare und verlässliche Methode für die Messung von sakroilikaler Schlaffheit ist. Sie verwendeten einen mit Dehnungsmessstreifen angepassten, am Iliosakralgelenk circa 7.60 cm breiten Gürtel. Dies ergab, dass der Gürtel sowohl in der oberen wie auch in der unteren Position für weniger Schlaffheit (größere Stabilität), in der oberen Position jedoch für die größte Stabilität sorgt.
Bei einer tätigkeitsabhängigen Akzeptanz beider Positionen:
Mens et al.[5] führten eine Studie mit Frauen durch, die unter schwangerschaftsbedingten Beckengürtelschmerzen litten, und verwendeten hierzu sowohl die Schwingungsabbildung mit Doppler wie auch das Durchführen des klinischen Tests von Kraftübertragung und Stabilität in der Lenden-Becken-Hüft-Region (Active Straight Leg Raise - ASLR). In Übereinstimmung mit Damen, et al, weiter oben, befanden sie mittels eines Dopplers IV, dass sowohl die hohe, wie auch die niedrige Position die Stabilität des Iliosakralgelenks signifikant steigerten (weniger Schlaffheit), dass aber auch hier die obere Position deutlich stabiler war, als die niedrige. Mit dem ASLR-Test konnte jedoch zwischen den hohen und der niedrigen Position kein Unterschied in der Fähigkeit festgestellt werden, die Beine anzuheben.
In einer weiteren Studie mit 21 nicht schwangeren Patientinnen mit peripartalen Beckengürtelschmerzen stellten Mens et al.[6] fest, dass „ASLR (Active Straight Leg Raise Test) mit dem Gürtel die Beeinträchtigung bei 20 Patientinnen reduzierte... Eine Patientin hatte stärkere Schmerzen im Symphysenbereich, sobald der Gürtel festgezogen wurde. Zehn Patientinnen bevorzugten die niedrige Position, sieben die hohe und drei hatten keine Präferenz."
Mens et al. [7] testeten die Muskelkraft bei Frauen nach einer Entbindung mittels des „Active Straight Leg Raising"-Tests. Achtzig Prozent verfügten über mehr Kraft. Eine Hälfte der Frauen bevorzugte die hohe Position, die andere die niedrige Position.
Mens et al. [6], befanden, dass 20 von 21 (95%) Frauen mit einem Iliosakralgürtel weniger beeinträchtigt waren. Zehn Patientinnen bevorzugten die niedrige Position des Gürtels, sieben die hohe und drei hatten keine Präferenz."
Es sollte erwähnt werden, dass Damen et al. sowie Mens et al. die Probandinnen in Bauchlage testeten, wobei viele Muskeln entspannt sind, während im Pel-Versuch davon ausgegangen wurde, dass die Testperson steht.
References
- Snijders CJ: Transfer of Lumbosacral Load to Iliac Bones and Legs: Part 1 - Biomechanics of Self-Bracing of the Sacroiliac Joints and its Significance for Treatment and Exercise. Clinical Biomechanics 1993a, 8:285-294.
- Vleeming A: Towards An Integrated Therapy For Peripartum Pelvic Instability-A study Of The Biomechanical Effects Of Pelvic Belts. In Proceedings of the 1st Interdisciplinary World Congress on Low Back Pain and its Relation to the Sacroiliac Joint. 1992
- Damen L, Spoor CW, Snijders CJ, Stam HJ: Does a pelvic belt influence sacroiliac joint laxity? Clinical biomechanics (Bristol, Avon) 2002, 17:495-498.
- Pel JJ, Spoor CW, Goossens RH, Pool-Goudzwaard AL: Biomechanical model study of pelvic belt influence on muscle and ligament forces. Journal of biomechanics 2008.
- Mens JM, Damen L, Snijders CJ, Stam HJ: The mechanical effect of a pelvic belt in patients with pregnancy-related pelvic pain. Clinical biomechanics (Bristol, Avon) 2006, 21:122-127.
- Mens JM, Vleeming A, Snijders CJ, Stam HJ, Ginai AZ: The active straight leg raising test and mobility of the pelvic joints. Eur Spine J 1999, 8:468-473.
- Mens JA, Vleeming A, Snidjers C, Stam HJ: Active straight leg raising test: a clinical approach to the load transfer function of the pelvic girdle. In Movement, Stability, and Low Back Pain. Edited by Vleeming A, Mooney V, Dorman T, Snidjers C, Stoeckart R: Churchhill Livinstone; 1997: 425-431











